unverarschbar

Vita

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Mit etwa dreizehn Jahren überraschte ich meine Eltern mit dem Wunsch Musiker werden zu wollen.
„Was denn? Ihr habt doch immer gesagt, man soll das machen, was man am besten kann... ?“
Ehrlich gesagt, waren beide von meiner Idee nicht besonders begeistert.

Als es dann nach der Schule und dem Zivildienst ernst wurde, ging ich nach Köln um Musik zu studieren. Fast zur selben Zeit bekam ich das Angebot als Schlagzeuger in die Rockband „m. walking on the water“ einzusteigen. Als ich dazu kam, war die Band schon richtig bekannt und hatte einen Plattenvertrag. Ich erlebte Dinge, von denen ich bis dahin nur geträumt hatte: Konzerte in großen Hallen, im Nightliner rumfahren, einen eigenen Roadie haben, der einem das Instrument aufbaut...
Ich spielte die letzten sieben Platten der Band ein, bis diese sich auflöste.

Danach versuchte ich mit einer eigenen Band EISEN mein Glück, da sich schon seit meiner Jugend deutsche Texte einen Weg aus meinem Kopf ins Freie suchten. Auch mit dieser Band enstanden schöne Platten. Parallel dazu gründete sich das Orgeltrio Swinger Club, mit dem ich bis heute unterwegs bin. Um von Musik zu leben mußte oder besser, durfte ich, mit ganz vielen verschiedenen Musikern spielen. Zum Glück meistens Musik, die mir auch selbst gefällt. Wen interessiert, was ich dabei alles so erlebt habe, kann gerne mal unter www.infinitemusic.de nachschauen.

Ein schöne Überraschung war der große Erfolg der Band Dick Brave & the Backbeats. Ursprünglich von Popstar Sasha als Spaßidee geboren, entwickelte sie eine unglaubliche Eigendynamik. Im zweiten Jahr der Bandgeschichte waren wir soviel unterwegs, daß ich das Bedürfnis bekam die Zeit zwischen den Konzerten sinnvoll zu nutzen. Ich kaufte mir einen Laptop und begann mein erstes Buch zu schreiben. Den Wunsch zu schreiben hatte ich schon lange, aber es bedurfte einer Initialzündung. Auf der Party, wo wir unseren überraschenden Charterfolg feierten, traf ich auf den Drehbuchautor Michael Gantenberg, der mir im Verlauf des Gespräches, die gesamte Geschichte aus der Nase zog, die ich schon einige Zeit mit mir herumtrug. Er hörte geduldig zu und überraschte mich mit seiner Antwort: „Schick mir einfach mal die ersten zehn Seiten, wenn sie fertig sind.“ Bis dahin hatte ich schon einige Bücher angefangen, Kurzgeschichten verfaßt und unzählige Songtexte geschrieben. Sogar an einem Theaterstück hatte ich mich versucht. Aber erst die Aussicht darauf, daß sich jemand mit meinem Text ernsthaft auseinandersetzen und mir feedback geben wollte, hat mich so motiviert, daß ich endlich anfing konsequent zu schreiben. Eine glückspendende Tätigkeit kann ich Euch sagen. Anderthalb Jahre später war ich fertig und begann damit einen Verlag zu suchen. Glaubt mir, zu schreiben hat mir mehr Spaß gemacht ...




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